Video-on-demand deluxe
Heute Abend läuft auf dem Ersten der medien-kritische Beitrag “Quoten, Klicks und Kohle“. Medien-Manager aus Deutschland diskutieren über den Kampf um die Zuschauer. Wer nicht live einschalten kann – macht nichts: Ein Klick durch das Online-Dossier zeigt ein Beispiel von video-on-demand 2.0, welchen den linearen Fernsehbeitrag bestens ergänzt. Redakteur Jens Freitag erzählt von der Umsetzung. Dieses begleitende Online-Dossier ist deshalb so erwähnenswert, weil es vorbildlich die Grenzen gesprengt hat, online einen hintergründigen Fernsehbeitrag noch weiter crossmedial auszubauen. Das Dossier ist ein Beispiel weit ab von: „Da klatschen wir mal das Video on-demand auf die Seite und schreiben noch einen netten Text drum herum.“
Hintergründe, Links, der Beitrag selbst und vor allem mehr Videos und neu aufgearbeitete Videos bilden den Filet-Teil. Nettes Feature in der rechten Spalte: Die Kernthese des Videos wird in ein paar Sekunden im embedded Player abgespielt. Man bekommt einen kurzen Einblick und hat dann die Möglichkeit sich den Beitrag in voller Länge anzusehen.
Jens Freitag hat gemeinsam mit der Fernsehredaktion das passende Online Dossier Quoten Klicks und Kohle für swr.de umgesetzt. Er hat uns von der Umsetzung erzählt.
Jens Freitag: Meine Aufgabe als Internetprogrammbegleiter ist immer als Dienstleister zwischen Internet und TV zu agieren. Das heißt ein TV-Produkt möglichst gut im Internet abzubilden und mediengerecht aufzubereiten. Ich berate die TV-Redaktion was im Web Sinn macht und was man zusätzlich anbieten kann.
Welchen Mehrwert schafft das Dossier mit den Videos, was der Fernsehbeitrag alleine nicht rüber bringen kann?
Jens Freitag: Da die Sendezeit im TV begrenzt ist, haben wir elf Interviews in einer Langversion ins Netz gestellt. So kann der Zuschauer noch mehr erfahren und einen ausführlicheren Eindruck gewinnen. Wir schaffen also in diesem Fall Mehrwert durch Videoinhalte die es exklusiv im Web gibt. Zusätzlich wird es den ganzen Film zum Herunterladen geben und auch eine Audioversion zum anhören auf dem MP3-Player. Außerdem hat dich der Autor des Features, Thomas Leif, exklusiv fürs Web im Video noch einmal zu seinem Film geäußert.
Sind die Videos für online nur ein Abfallprodukt der Fernsehproduktion?
Jens Freitag: Bei einem so aufwendigen Feature ist immer klar, dass im Schnitt einiges auf der Strecke bleiben muss, weil eben im TV nicht genug Sendezeit zur Verfügung steht und man einen Film ja auch dem Zuschauer zuliebe nicht zu komplex machen darf. Da bietet es sich für ein Onlineangebot geradezu an, diese “Reste” noch zu verwerten. Genau das haben wir in diesem Fall auch getan. Ich sehe es dann nicht so, dass wir etwa den “Abfall” verwerten, sondern eher dass wir in der glücklichen Lage sind, dem User noch mehr Inhalt und ein vollständiges Bild bieten zu können.




Apr 30th, 2008 at 19:48
[…] ja Eigenlob bekanntlich nicht so gut riecht, hier ein Artikel zu unserem Auftritt bei www.websehen.net Vielen Dank noch einmal an Julia Schmid für das nächtliche […]