Mainzer Tage live im Netz
Zum 41. Mal lädt das ZDF zu den Mainzer Tagen der Fernsehkritik. Unter dem Motto “Ware oder Wert? - Fernsehen zwischen Cash Cow und Public Value” diskutieren Medienvertreter und Finanzinvestoren, wie man die Kuh vom Eis holen und den TV-Sender zum lukrativen Goldesel machen kann - egal ob privat oder öffentlich-rechtlich.
Es geht um den Spagat zwischen massentauglichem TV-Programm, das zugleich gesellschaftlich wertvoll ist. Vor allem aber um die Kreativität, die durch den Produktionsdruck oftmals auf der Strecke zu bleiben scheint. Immer wieder wird es in den Vorträgen und bei Podiumsdiskussionen auch darum gehen, was denn eigentlich die Zuschauer sehen wollen.
Eine für webseher interessante Diskussion steht am zweiten Tag auf der Agena: “Schöne neue Netzwelt: Wofür noch Fernsehen?” - Auf dem Podium diskutieren ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut, die Chefredakteurin des Tagesspiegel.online Mercedes Bunz, der Geschäftsführer von “Wiedemann & Berg Filmproduktion” Max Wiedemann und Peter Wippermann, Gesellschafter von “Trendbüro”.
Wen dies alles interessiert, aber keine Zeit für einen Kurztripp nach Mainz hat, für den hat das ZDF ganz fortschrittlich die Mainzer Tage als Live-Stream in der Mediathek.
In diesem Jahr steht bei den Mainzer Tagen klar das Fernsehen im Vordergrund. Vergangenes Jahr war hingegen Fernsehen im digitalen Wettbewerb und welche Herausforderungen das neue Medium Internet bietet, das Topthema der Diskussionen in Mainz. Zwar gibt es dazu keinen Live-Stream mehr, dafür von uns einen ausführlichen Bericht.




Große Unterhaltung bei den “Mainzer Tagen”. Gerade wollte ich mir den Vortrag “Wie viel Public Service braucht das Publikum?
Gemeinwohl im Drei-Stufen-Test” via Livestream ansehen. Auf sachliche Argumentation eines Experten eingestellt, war ich doch sehr überrascht, als ich mich via Netz in die Tagung “einschaltete”. Da wurden grade 20-Pfund-Noten aus Zitronen gezogen, NDR-Kollegen mussten Quizfragen zu Public Value beantworten und ein Blick in die Zukunft wurde auch geblick -> Braincasting heißt das Zauberwort … Zaubern ist das Stichwort. Der “Falsche Experte” Thomas Fraps verbarg sich also hinter dem N.N. in der Tagesordnung. Sehr erfrischend. Jetzt ist aber erstmal Kaffeepause angesagt …
Um 11 Uhr folgt ein Vortrag von Tim Weber, Leiter der Wirtschaftsredaktionen, BBC News interactive services and Radio - “Schauen Sie noch, oder senden Sie schon?”