Yes we can
Yes we can – Wahlkampf im Internet machen. Mittlerweile spielt das „neue Medium“ Internet im US-Wahlkampf eine größere Rolle als die traditionellen Medien: Weblogs berichten rund um die Uhr über das Demokraten-Duell, Barack Obama kann dank Blog Millionen US-Dollar an Spenden sammeln. CNN hat es meisterlich vorgemacht, wie man TV-Debatten mit User-Fragen per Video führen kann und auch sonst wird YouTube durch den US-Wahlkampf ein bisschen politischer. Jetzt sorgt ein Video für Aufsehen: Yes we can.
Am Anfang war das Wort, viel mehr die Worte „Yes we can“. Drei kleine Worte werden zur großen Botschaft: sie waren Teil der Rede, die Senator Barack Obama am 8. Januar nach der verlorenen Vorwahl in New Hampshire hielt. Er wollte seine Anhänger und Wahlkämpfer aufmuntern und zum Weitermachen animieren. Die Rede hat eingeschlagen und erinnert ein wenig an die legendäre Rede von Martin Luther King.
Yes we can…
A United “America”
Democrats, Republicans and Independents together…
Building a new AmericaWe can do it…
“TOGETHER”
Der Sänger Will.I.am von den Black Eyed Peas hat diese Rede zu einem Song inspiriert. Ein paar Gitarrenklänge und immer wieder Obamas Worte. Schlichter kann ein Song kaum sein und doch hat er bereits Millionen Zuhörer und auch Zuschauer gefunden. Denn das Musikvideo – ebenfalls schlicht in schwarz-weiß â€“ mit amerikanischen Stars wie Kate Walsh wurde fas zehn Millionen Mal auf YouTube angeklickt – wenn man die verschiedenen Versionen zusammenzählt. Und: Der Clip hat bisher unglaubliche 29.000 Kommentare generiert. Obama genießt die kostenlose Publicity, das Video spiegelt genau das Image und den Spirit wider, die er bei seinen unzähligen Wahlkampfauftritten propagiert.
Weniger amused war er allerdings über die Videos des Obama-Girls. Denn das Model Amber Lee Ettinger holte mit „Ive got a crush on Obama“ und einem lasziven Video auf YouTube Millionen Klicks und machten Obama noch populärer – und die schadet ja bekanntlich in einem Vorwahlkampf nicht, auch wenn sich Obama von der Video-Kampagne distanzierte.
Richtigen Nutzen hat er auch von seinem Weblog. Alleine 32 Millionen US-Dollar hat er im Januar an Spenden für seinen Wahlkampf sammeln können – ein Großteil des Spendenerfolgs wird dabei auch dem Weblog zugerechnet.




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