Zum Mitnehmen bitte: ARD Programm für Handy + Online

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Große Teile des ARD-Programms, hauptsächlich Informationssendungen, sollen ab Mitte des Jahres für sieben Tage lang online abrufbar sein. Das kündigte laut DWDL Michael Albrecht, ARD-Koordinator für digitales Broadcasting auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland an. Bereits umgesetzt ist seit gestern schon das ARD-Programm quasi zum Mitnehmen: In kleinerer Display-Version für’s Handy.

Eine Kooperation mit dem MobileTV Anbieter MFD Mobiles Fernsehen Deutschland bringt das ARD-Programm in voller Länge auf Handys, die DMB unterstützen. Kostenlos und unverschlüsselt, aber bislang nur in Großstädten zu empfangen.

Und online?
Das Erste folgt mit der Ankündigung zum Fernsehen-on-demand der schon länger geplanten Aufrüstung des Zweiten. Das ZDF will seine Mediathek bis zur IFA im September ausbauen und dann die Hälfte seines Programms sieben Tage lang als Video-on-demand Angebot online abrufbar machen. ARD Spielfilme und Serien werden aber wahrscheinlich erstmal offline bleiben, denn “Hier muss vor allem mit den Rechteinhabern verhandelt werden, weil vor allem in Altverträgen keine Internet-Klauseln enthalten sind”, so Albrecht.

Urheberrecht und alte Lizenzverträge sind dabei für beide Anstalten die rechtlichen Hauptprobleme bei der Weiterverarbeitung von Fernsehbeiträgen online. Wie teuer das sein kann zeigt das Beispiel des Ausbaus der ZDF-Mediathek: Rund 4,2 Millionen Euro kostet der neue Service. Rund zwei Millionen davon werden für Rechtekosten verwendet. Nachverhandlungen mit Autoren, Produzenten und anderen Rechteinhabern verursachen die hohen Ausgaben und machen es so schwierig ein legales online Sendearchiv auf die Beine zu stellen. ARD und ZDF sind sich darüber hinaus einig, dass sie nicht nur ins Netz stellen wollen, was sowieso schon lief, sondern hier auch Serien oder Beiträge vor der Fernsehausstrahlung veröffentlichen wollen. Damit will man vor allem die jüngere Zielgruppe ansprechen. Spiegel Online berichtet dazu, dass wohl nicht davon auszugehen ist, dass das komplette Video-on-demand Angebot der Sender kostenlos bleiben würde.

Nach der Erstausstrahlung ist bei ARD sowie ZDF geplant, das Video-on-demand Angebot sieben Tage lang online verfügbar zu machen. Danach sollen die Rechte an die DVD-Auswertung gehen und damit aus dem Internet wieder verschwinden. Ein Internet-Fernseh-Archiv, wie man es von der BBC oder dem Institut National de l’Audiovisuel kennt, wird es somit in Deutschland nicht geben.

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