Die neue Generation Websehen - Joost testen

Joost Screenshot

Fernsehen via Internet soll mit Joost in eine völlig neue Generation starten. Die Video-Software bringt auf den heimischen Computer die Revolution des Fernsehens. Das wünschen sich zumindest die Gründer Janus Friis and Niklas Zennström, die auch schon am Aufbau von Skype beteiligt waren. Das Programm soll anfangs aus 150 Kanälen zusammengesetzt werden, bunt gemischt aus dem Repertoire von den ganz Großen wie Warner Brothers, Sony, CNN oder Viacom. Die Bildqualität ist hoch, das Angebot kostenfrei durch Werbung. Web 2.0 Spielereien gibt’s noch obenauf. Noch ist Joost nicht offiziell gestartet. Aber die Beta-Version der Videosoftware, die bisher aber nur vereinzelten Testern zur Verfügung stand, ist jetzt durch unbegrenzte Einladungen geöffnet. Wer gerne einmal reinschauen möchte, ich bin bereits Beta-Tester und kann solche Einladungen verschicken, Email oder Kommentar genügt.

Joost, das zunächst unter Namen „Venice Project“ entwickelt wurde, will sich von anderen Online-Videoanbietern durch höhere Bildqualität und durch ein breites Angebot an professionell produzierten Inhalten unterscheiden. Es gibt kein User-Generated-Content, sondern die Inhalte werden von Kooperationspartnern wie Warner Bros. CNN oder Turner geliefert. Auch der Medienriese Viacom hat sich nach Rechstreit mit Google Joost angeschlossen und bietet zahlreiche seiner Sendungen über Joost als Web-TV an.

Kostenfrei, dafür individuelle Werbung

Joost Screenshot

Joost wird werbefinanziert sein und ist damit kostenlos für den Zuschauer. Es sind bereits Verträge mit 32 großen Unternehmen abgeschlossen. Darunter Coca-Cola Company, HP, Intel und Nike. Werbeunterbrechungen sollen zunächst auf drei Minuten pro Stunde begrenzt werden und auf die Profile der Nutzer abgestimmt sein.

Der Empfang von Joost basiert auf Peer-to-Peer Technik, was den großen Datenfluß der hochauflösenden Bildqualität auffangen soll. Community-Elemente trimmen die Plattform Web 2.0 tauglich. Über Jabber können die Mitglieder miteinander chatten und die Videos können bewertet werden. CNN liefert via RSS-Feeds aktuelle News zum Fernsehen. Das Video-on-demand Prinzip gewährleistet zeitunabhängiges Fernsehen.

Bisher ist der Großteil des Inhalts englischsprachig. Weitere Programme in anderen Sprachen sollen Folgen. Ich vermisse deutsche Inhalte bisher noch nicht. Ich finde es gerade beim Durchzappen von Joost spannend völlig neue Formate zu entdecken, von denen wir Deutschland bisher noch nichts gesehen haben. Allerdings gibt es bei Joost Ländergrenzen auf Grund von Lizenzbestimmungen. Das heißt hier in Deutschland wird nicht alles vom amerikanischen Fernsehen zu sehen sein. Larry King live oder CNN Dokumentationen könnten zum Beispiel darunter fallen. Ein ähnliches Prinzip soll es dann auch mit deutschen Inhalten geben. So wie es aussieht haben aber wieder nur die großen einen Platz im Joost-Boot gefunden. Kleine, innovative Websehen-Formate haben hier wohl wenig Chance Aufmerksamkeit zu bekommen.

9 Kommentare bei “Die neue Generation Websehen - Joost testen”

  1. Hola Julia,
    bin dabei und würd’ mich über ‘ne Einladung freuen. Mal sehen, was meine Bandbreite an Qualität übrig lässt ;-)
    mlg Pia

  2. Ebenso, würde mich auch sehr über ne Einladung freuen.

  3. Hey,
    super Sache, bitte 1x auch an mich!

  4. Hallo,

    würde mich auch über eine Einladung freuen.

    Dankeschön,
    Christian.

  5. Ey caramba. Werde Joost leider nicht testen können – erfülle nicht die System Requirements und bevor es in halb dargestellten Avataren wie bei Second Life endet, gönne ich meinem Rechner etwas Entlastung mit weniger anspruchsvollen Youtube- und/oder Clipfish-Beiträgen…
    mlg Pia

  6. Auf Tagesschau.de gibt es auch einen Beitrag über JOOST von Fiete Stegers

  7. Netter Artikel :)

  8. Gratulation zur DA Abgabe, hoffe es wird eine gute Note.

    Gibt´s noch Joost Einladungen??
    Ich möchte gerne eine haben…

  9. […] Zeit unumstrittene Nummer eins in diesem Segment, hat die geschlossene Beta beendet. Was vorher nur nach Einladung möglich war, ist nun jedem gestattet: Der Zugriff auf rund 250 Channels mit bereits über 15.000 Sendungen. […]

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