Das Internet hilft dem Fernsehen
Die Kooperation von YouTube und der BBC ist wie hier auf websehen beschrieben wegweisend, denn sie bringt mehr journalistische Inhalte für YouTube und gleichzeitig mehr junge Besucher für die BBC. Gegenseitige Werbung für die beiden Unternehmen gibt es gratis obendrauf. FAZ.net äußerst sich dazu heute ebenfalls positiv und sieht in der Zusammenarbeit Potential für den Profi- als auch Amateurjournalisten.
„YouTube ist künftig der Kanal für alle - für Amateure und für Profis aus dem Journalismus wie aus dem Showgeschäft. Die Profis holen sich Anregungen, die Amateure zeigen, was sie können - was nicht selten dazu führt, dass sie in null Komma nichts von namhaften Firmen verpflichtet werden. Es gibt einen Promotion-Effekt für alle, der Jahrmarkt der Eitelkeiten dreht sich fortan hier - außerhalb des YouTube-Universums zu sehen und gesehen zu werden, dürfte schwieriger werden. Die vom amerikanischen Fernsehsender CBS bei YouTube eingestellten Clips aus der Talkshow von David Lettermann sollen - dies nur als Beispiel - zu einem Zuwachs von gut 200.000 Zuschauern geführt haben - das Internet hilft dem Fernsehen.“





Neben dem Einstellen auf Youtube gibt es aber auch noch die andere Möglichkeit, dass die Sender ihr Programm auf der eigenen Website anbieten.
Das ZDF will ab dem 1. September 2007 50 Prozent des Programms im Internet abrufbar machen. Im Moment sind es noch etwa 25 Prozent, wie die F.A.Z. heute schreibt. Das ZDF lässt sich das Ganze immerhin 4,2 Millionen Euro kosten.
Es bleibt abzuwarten, was sinnvoller ist: Youtube oder eigenes Angebot? Aber sicherlich ist das die Zukunft …
Ich denke es wird sich nicht die Frage stellen entweder oder.. Das “Ein-Kanal-denken” funktioniert im Internet nicht. Durch Widgets oder eben die Funktion “Share this Video” kann die Entwicklung auch dahin gehen, dass auch Nachrichten-Inhalte wie zum Beispiel vom ZDF bewegbar gemacht werden und jeder die auf seiner Seite einbauen kann. Natürlich muss bis es soweit ist erstmal alles mit den Urheberrechten und der Integration von Werbung wasserdicht sein. Für ein öffentlich-rechtliches Unternehmen mit Sicherheit noch schwieriger. Ein gutes Beispiel wie das aber mal aussehen kann zeigt das WallStreetJournal.
www.wsj.com. Die teilen ihre Videos bereits.
Ja, da ist mit Sicherheit viel Wahres dran. Aber ich denke, es ist noch ein Unterschied, ob der Besitzer der Inhalte die Video-Inhalte von sich nur auf seiner Website anbietet oder von sich aus auf Portale wie Youtube geht. Aber egal wie, sie werden schon bald “entdeckt” und dann woanders eingebunden.