Digitale Expansion und Internet-Sender für Springer

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Der Medienkonzern Axel Springer will in Zukunft noch stärker auf digitale Medien setzen. “Unser Ziel für 2007 steht fest: Expansion mit Schwerpunkt im digitalen Geschäft” sagte Vorstandschef Mathias Döpfner heute bei der Bilanzpressekonferenz in Berlin. Besonders wies er in diesem Sinne auf den neu gestalteten Auftritt von Welt Online als multimediales Nachrichtenportal hin. Aber auch auf den bereits gegründeten wenn auch noch in der Planungsphase flimmernden digitalen Sender ASDTV (Axel Springer Digital TV ) hat Springer hohe Anforderungen gesetzt. Denn Internet-Investitionen schreiben bei Springer sogar schwarze Zahlen. Im Interview mit dem Handelsblatt verkündet Mathias Döpfner bereits fünf Prozent des Umsatzes mit Internet-Einnahmen zu realisieren.

IPTV ist das Fernsehen von morgen

Zu Europas größtem Zeitungshaus gehört bekanntlich auch neben der Zeitschrift Welt die BILD-Zeitung. Auch hier will man noch stärker den Online Auftritt auf Bild.T-Online.de ausbauen. Springer Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner ist überzeugt: “IPTV ist das Fernsehen von morgen”. Und das sind nicht nur hohle Phrasen. Vor wenigen Monaten ist die Axel Springer Digital TV (ASDTV) gegründet worden, die die Produktion und Verbreitung von Bewegtbildern für das Netz übernimmt. Für das ASDTV sollen eigens fürs Internet Videos produziert werden, aber es gibt auch Überlegungen damit einen eigenen digitalen TV-Kanal zu entwickeln. Konkretere Pläne sollen diesen Sommer zu sehen sein.

Die Mischung machts

Trotz der verstärkten Online-Aktivitäten sollte man das deutsche Print- Kerngeschäft aber “noch lange nicht zu Grabe tragen”, sagte Döpfner. Springer war im vergangenen Jahr mit der Übernahme von ProSiebenSat.1 am Veto des Bundeskartellamtes gescheitert und hatte daraufhin angekündigt, sich verstärkt im Ausland nach Zukaufsmöglichkeiten umsehen zu wollen. Ergänzt wird die TV-Strategie mit der Beteiligung an den Regionalsendern Hamburg 1 (27 Prozent) und TV Berlin (22 Prozent), an der führenden türkischen Sendergruppe Dogan TV (25 Prozent) sowie an der polnischen Gruppe Polsat (25,1 Prozent).

Quellen: Newsroom, Handelsblatt, Netzeitung

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